Kommentar
Dead Soul Tribe schimpft sich das neue musikalische Standbein des ehemaligen Psychotic-Waltz-Frontmanns Buddy Lackey, der von San Diego nach Wien übergesiedelt ist und sich jetzt Devon Graves nennt. Mit dem gleichnamigen Debüt hat die Truppe um den Ausnahmesänger ein kleines, aber feines Meisterwerk abgeliefert. Ab und an schimmern zwar noch Anleihen seines früheren Betätigungsfeldes Psychotic Waltz durch, doch im Großen und Ganzen ist Dead Soul Tribe eine ganze Ecke düsterer, melancholischer und streckenweise etwas moderner ausgefallen. Was aber bleibt sind die sehr intensiven und fesselnden Songs, die wirklich unter die Haut gehen und den Hörer auf eine emotionale Achterbahnfahrt einladen. So lassen einen Stücke wie der mit einem tollen Rhythmus gesegnete Opener "Powertrip", das mit Buddys/Devons genialem Flötenspiel unterlegte "Empty" oder das abschließende, sehr ergreifende "Into The Spiral Cathedral" einfach nicht mehr los. Neben dem Gesang stellt Devon auf Dead Soul Tribe zudem noch seine Gitarrenkünste unter Beweis, die sich durchaus sehen und hören lassen können. Lange nicht mehr ist mir ein solch vielschichtiges und intensives Album zu Ohren gekommen. Freunde von progressiven Klängen sollten sich hier ebenso angesprochen fühlen, wie Metal-Fans und Anhänger anspruchsvoller Rockmusik. Killer-Album! --Armin Schäfer
Titelliste
Tracks
- 1 Powertrip
- 2 Comin' down
- 3 Anybody there
- 4 The haunted
- 5 The drowning machine
- 6 You
- 7 Under the weight of my stone
- 8 Once
- 9 One bullet
- 10 Empty
- 11 Cry for tomorrow
- 12 Into... (Bonus)
- 13 Into the spiral cathedral (Bon us)