Kommentar
Über zehn Jahre dümpelten Pulp, nur geliebt von einer kleinen Gruppe unerschrockener Fans, im musikalischen Untergrund Großbritanniens vor sich hin, bis ihnen ihr Album Different Class 1995 nach einer kurzen Aufwärmphase endgültig den kommerziellen Durchbruch bescherte. Die Band um den Frontmann Jarvis Cocker, der ob seines Charismas und seiner Stimme den Vergleich mit Brian Ferry und David Bowie nicht scheuen muß, macht etwas, das man am besten als exzentrischen Pop bezeichnen kann. Pulp's einmalige Mischung aus New Wave, Euro-Pop und Indie-Rock ist mit ihrem Bezug zur "working class" britisch bis zum Anschlag. Ihre Texte sind eine authentische Milieustudie des Lebens der "common people", jedoch ohne Glorifizierung und mit Ironie und dem nötigen Abstand betrachtet. Zudem verfügt Different Class über alles, was ein gutes Album haben sollte, von feinfühligen Balladen ("Live Bed Show") bis hin zu tanzbaren Hits ("Disco 2000"). Ob man sich Honig oder Marmelade auf den Toast schmiert, Tee oder Kaffee trinkt, Pulp sind ob ihrer einzigartigen und tiefgründigen musikalischen Melange eine Entdeckung wert. Sie haben das Recht anders zu sein, und sie werden zu recht dafür geliebt. --a.k.h.
3 Einzelkritiken anzeigen
- allmusic.com 100 %
- RollingStone.com 80 %
- RollingStone.de 80 %
Titelliste
Tracks
- 1 Mis-Shapes
- 2 Pencil Skirt
- 3 Common People
- 4 I Spy
- 5 Disco 2000
- 6 Live Bed Show
- 7 Something Changed
- 8 Sorted For E's & Wizz
- 9 F.E.E.L.I.N.G.C.A.L.L.E.D.L.O.V.E.
- 10 Underwear
- 11 Monday Morning
- 12 Bar Italia