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Cover: Myths Of The Near Future
Pop/Rock

Myths Of The Near Future

Klaxons

2007 Polydor (Universal) 11 Titel
Presse
71%
befriedigend gewichtet · 7 Kritiken

Gewichtet: beste und schlechteste Kritik weggelassen. Ungewichtet 70 %.

Meine Bewertung
85%
gut
Kommentar
Als Rave- und Acid-Partys ab der zweiten Hälfte der 80er speziell in England für ein Paar Jahre die Club-Szene beherrschten und parallel einen immensen Drogenkonsum (Ecstasy) auslösten, da fuhren die drei Klaxons mal auf ihren Kinderrädern und tranken Kakao. Da sie und ihre vielen blutjungen Fans den ganzen Irrsinn mit Pillenschlucken, verbotene Partys in abrissreifen Industriegebäuden, spießergesellschaftliche Ächtung und damit einhergehenden Schnitzeljagden mit der Polizei nur aus den Pop-Geschichtsbüchern kennen, wird ihr Sound eben New Rave / Nu-Rave genannt. Doch Alben wie das Klaxons-Debüt Myths Of The Near Future und genreähnliche Werke von Shitdisco oder Datarock unterscheiden sich von der ersten Rave-Generation darin, dass die weitgehend verbannten Instrumente wie Bass, Gitarre oder Drums nun aus dem Asyl geholt wurden. Bei den direkt beeinflussten Bands wie Oasis, Stone Roses oder Happy Mondays war das damals dann ähnlich anders. New Rave ist also ein Bastard, in dem sich Elektro, Dance und Rock kreuzen. Ein kurzes Leben scheint sein Schicksal. Passend dazu brach der Erfolg über James Righton, Jamie Reynolds und Simon Taylor herein wie ein Hurrikan. Nach der Gründung im November 2005 folge schell ein erstes Konzert, dann ein Plattenvertrag, erste Single und Charteinstieg. All das mag Zufall oder Glück sein, der rasante, tanzwütige Sound der Klaxons mit seiner Mischung aus Elmenten von The Prodigy, Chemical Brothers oder Liars, aus harmonischem Brit-Pop, manchmal Ska und Rock ist es bestimmt nicht. Die Klaxons, die als Twens älter als ihre meisten Anhänger sind, haben diesen wilden Mix mit seinen absonderlichen Texten geplant. Und da im Moment niemand weiß, wo in der Pop-Musik vorne liegt und eine gewisse Orientierungslosigkeit herrscht, hat das hemmungslose Verwursten unterschiedlichster Stile nicht nur seine Berechtigung, es macht auch noch Spaß. Es gibt definitiv schlechtere und vor allem langweiligere Überganglösungen... --Sven Niechziol
7 Einzelkritiken anzeigen
  • Whiskey-Soda 89 %
  • laut.de 80 %
  • cdstarts.de 75 %
  • Plattentests Online 70 %
  • Spiegel.de 70 % Volltext
  • RollingStone.de 60 % Volltext
  • RollingStone.com 40 %
Titelliste

Tracks

  1. 1 Two Receivers
  2. 2 Atlantis To Interzone
  3. 3 Golden Skans
  4. 4 Totem On The Timeline
  5. 5 As Above So Below
  6. 6 Isle Of Her
  7. 7 Gravity's Rainbow
  8. 8 Forgotten Works
  9. 9 Magick
  10. 10 It's Not Over Yet
  11. 11 Four Horsemen Of 2012