Kommentar
Paul Armfield And The Four Good Reasons kommen von der britischen Isle Of Wight, wo angeblich ein geheimes Nest begnadeter Musiker sitzt. Allein das Debütalbum Songs Without Words des Songwriters und seiner musikalischen Großfamilie könnte die Insulaner bereits auf die musikalische Landkarte hieven. Auf fast altmodische Weise erweist sich darauf der Sänger und Gitarrist als poetischer Song- und Wortschmied in der Tradition eines Leonard Cohen oder Cat Stevens.
Auf den elf Eigenkompositionen und dem Cover des philosophischen Jacques-Brel-Chansons "Why Should It Be That A Man Gets Bored?" beherrscht der Brite alle Zwischentöne und Spielarten zwischen lässig ("Now Is The Silence"), jazzig ("Devil On Your Back", "Trigonometry"), romantisch ("Lost To The Light"), dem wunderschönen Liebeslied "Taken", und rockig ("The Return", im R'n'B-Stil mit wilder Hammondorgel). Brels Chanson-Note zieht sich auch durch das dramatische Titelstück "Song Without Words". "Ich schreib ein Stück ohne Worte, um dich nicht zu verwirren", singt er da, eine Kostprobe für die leichte Ironie all seiner Lieder. Gefühl und Humor, das tut gut. --Ingeborg Schober
Titelliste
Tracks
- 1 How is the silence
- 2 Devil on your back
- 3 Vapour trails
- 4 Song without words
- 5 Slaves
- 6 Trigonometry
- 7 Why should it be that a man gets bored?
- 8 Lost to the light
- 9 The return
- 10 Taken
- 11 End of time
- 12 Emily