Zurück
Cover: Stadium Arcadium
Pop/Rock

Stadium Arcadium

Red Hot Chili Peppers

2006 Wb (Warner) 28 Titel
In meiner Sammlung CD DIGITAL
Presse
80%
gut gewichtet · 6 Kritiken

Gewichtet: beste und schlechteste Kritik weggelassen. Ungewichtet 82 %.

Meine Bewertung
100%
Musikmythos
Kommentar
Wenn man Anthony Kiedis’ kürzlich erschienene, arg selbstverliebte Sexdrugsrocknrollografie Scar Tissue gelesen hat (bzw., wie der Verfasser dieser Zeilen, gar übersetzen "durfte"), kommt man leicht in Versuchung, das neue, nach vierjähriger Pause entstandene Studioalbum erst mal aus Prinzip blöd finden zu wollen. Leider machen es einem die vier Berufskalifornier verdammt schwer, denn Stadium Arcadium macht einfach gute Laune -- mit 28 sehr sehr guten Songs, die komplett ohne Füllmaterial daherkommen.

Das Album ist im guten Sinne routiniert - aber nie langweilig. Und musikalisch werden die Peppers immer besser, man muss das so deutlich sagen. Gut, das ist alles gefällig, radiokompatibel und (von Rick Rubin) recht glatt durchproduziert. Und einige Riffs und Melodiebögen hat man so oder ähnlich schon mal gehört. Was soll’s, musikalische Resteverwerter waren die P-Funk-Crossmeister schon immer, gelegentlich sogar auf sehr originelle Weise. Mit dem Doppelschlag Stadium Arcadium bekennen sich die Ex-Sock’n’roller nun auch endlich dazu, eine Band für die breite Masse zu sein. Gut so! Nichts ist peinlicher als saturierte Millionäre, die in Riesenarenen auftreten und ihr rebellisches Indietum hervorkehren. Lieber vier in die Jahre gekommene Zappelphilippe, die vor Energie und Spielfreude sprühen und ihre Instrumente beherrschen (wozu immer noch auf beeindruckende Weise Kiedis’ Stimme zählt!), die von Rap bis Schweinerock jedes Genre drauf haben - und sich zum Glück doch nicht so ganz ernst nehmen wie man zuletzt befürchten konnte. Siehe das selbstparodistische Video zu "Dani California". Sogar eine neue Fortbewegungsart haben sie erfunden: "You try to be a lady, but you’re walkin’ like a sour kraut". Das möchte man dann doch zu gern live im Stadion sehen: Anthony Kiedis, mit Socke über dem Gemächt, wie er den Sauerkraut-Walk macht..
6 Einzelkritiken anzeigen
Titelliste

Tracks

  1. Disc 1
  2. 1 Dani California 4:42
  3. 2 Snow ((Hey Oh)) 5:35
  4. 3 Charlie 4:38
  5. 4 Stadium Arcadium 5:16
  6. 5 Hump de Bump 3:33
  7. 6 She’s Only 18 3:25
  8. 7 Slow Cheetah 5:20
  9. 8 Torture Me 3:45
  10. 9 Strip My Mind 4:19
  11. 10 Especially in Michigan 4:01
  12. 11 Warlocks 3:26
  13. 12 C’mon Girl 3:49
  14. 13 Wet Sand 5:10
  15. 14 Hey 5:40
  16. Disc 2
  17. 1 Desecration Smile 5:02
  18. 2 Tell Me Baby 4:08
  19. 3 Hard to Concentrate 4:02
  20. 4 21st Century 4:22
  21. 5 She Looks to Me 4:06
  22. 6 Readymade 4:31
  23. 7 If 2:53
  24. 8 Make You Feel Better 3:52
  25. 9 Animal Bar 5:25
  26. 10 So Much I 3:45
  27. 11 Storm in a Teacup 3:45
  28. 12 We Believe 3:36
  29. 13 Turn It Again 6:06
  30. 14 Death of a Martian 4:25