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Cover: Year Zero
Pop/Rock

Year Zero

Nine Inch Nails

2007 Interscope (Universal) 16 Titel
In meiner Sammlung DIGITAL
Presse
79%
gut gewichtet · 10 Kritiken

Gewichtet: beste und schlechteste Kritik weggelassen. Ungewichtet 78 %.

Meine Bewertung
90%
sehr gut
Kommentar
Trent Reznor reist in die Zukunft, um auf dem gelungenen, tiefgründigen Year Zero seine Verschwörungstheorien und Visionen ausleben zu können. Als gäbe es Anno 2007 auf der Erde nicht genügend Stoff für misanthropisches und apokalyptisches Denken, nimmt der Mastermind der NIN einen Zeitsprung vor und landet im Jahre 2022. Es ist bei der Vorgeschichte des Industrial-Rockers leicht vorherzusagen, dass sich der gesellschaftliche, spirituelle und ökologische Zustand des Planeten nicht zum Guten gewendet hat. Er steht am Wendepunkt, vielleicht an der Endstation, und Reznor betracht alles durch die Augen unterschiedlicher Menschen in unterschiedlichen Positionen. Düster ist das Booklet der CD, düster die Musik auf Year Zero. Die überwiegend am Computer generierten Sounds, die von übellaunigen Gitarren attackiert werden, winden sich zwischen viel Chaos und Schönheit, Destruktion und Konstruktivität. Gemessen an dem Vorgänger With Teeth wendet sich Year Zero ab von Pop wie Strukturen und öffnet somit Räume für Improvisationen, Klang-Experimente, Kollagen und verstörenden Noise („The Great Destroyer“), der unter anderem von tief melancholischer Pianomusik kontrastiert wird. Das Konzept-Album ist ein Tagtraum von Reznor, inspiriert von eigenen Erlebnissen und Beobachtungen, die mit Fiktionen vermischt wurden, bis die Übergänge und Linien verschwunden sind. Komponist und Produzent Reznor gesteht selber ein, dass er mit sechszehn Tracks sehr viel Material zum Verdauen vorlegt und es dennoch für nötig hält, um das Puzzle zu vervollständigen, das Bild zuende zu malen. Recht muss man ihm geben, das Year Zero bei jedem neuen Hördurchgang einen Veränderungsprozess durchläuft, Recht hat er hoffentlich nicht mit seinen Visionen... --Sven Niechziol
10 Einzelkritiken anzeigen
Titelliste

Tracks

  1. 1 Hyperpower!
  2. 2 The Beginning of the End
  3. 3 Survivalism
  4. 4 The Good Soldier
  5. 5 Vessel
  6. 6 Me, I'm Not
  7. 7 Capital G
  8. 8 My Violent Heart
  9. 9 The Warning
  10. 10 God Given
  11. 11 Meet Your Master
  12. 12 The Greater Good
  13. 13 The Great Destroyer
  14. 14 Another Version of the Truth
  15. 15 In This Twilight
  16. 16 Zero Sum