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B
Band

Bachman, Turner, Overdrive

Kanada gegr. 1973
1 Album
Diskografie

Alben

Biografie
Bachman-Turner Overdrive (BTO) entstand im Sommer 1973 in Vancouver, Kanada, ohne Personalwechsel aus dem Quartett Brave Belt. Randy Bachman (g, voc), geboren am 27. September 1943 in Winnipeg, Kanada, war Mitbegründer und Haupt-Songlieferant der Guess Who (These Eyes, No Time, No Sugar Tonight, American Woman). 1970 hatte er die Gruppe nach Streitigkeiten verlassen und eine erfolglose Solo-LP eingespielt. Ein Jahr später baute er mit Chad Allen, einst Vokalist beim Guess Who-Vorläufer Chad Allen and the Expressions das Ensemble Brave Belt von einem Studio-Team zu einer Tournee-Band aus, die von C. F. Turner (bg), geboren am 16. Oktober 1943 in Winnipeg, und Robbie Bachman (dr), geboren am 18. Februar 1943 in Winnipeg, komplettiert wurde. Nach der Fertigung der zweiten Brave Belt-LP schied Allen zugunsten des dritten Bachman-Bruders Timmy (g) aus. In dieser Besetzung bot das Quartett seine LP Brave Belt III verschiedenen Plattenfirmen an, nachdem der Kontrakt mit Reprise Records abgelaufen war. Mercury griff zu und initiierte die dem neuen Sound-Konzept entsprechende Namensänderung von Band und Platte. Fortan machten sich die Leute vom Overdrive mit ihrem gitarrenorientierten «Schwerarbeiter-Rock» (Heavy Duty Rock) als «eine Band, die jedermanns Samstagnacht in Schwung bringen würde» (?Stereo Review?), zunehmend beliebter. «Das Quartett aus Kanada gibt sich nicht lange mit Subtilitäten und Nuancierungen ab», erkannte der ?Melody Maker? als Erfolgsformel, «sie fetzen in ihre Songs mit Enthusiasmus hinein.» Die Reaktion der Konsum-Klientel war dementsprechend: Die Single-Titel Taking Care Of Business, You Ain't Seen Nothing Yet wurden zu Jukebox-Treffern, nicht zuletzt wegen der unterhaltsam rauhen Gitarrenduelle zwischen Bachman und dem 1974 an Timmys Stelle getretenen Lead-Gitarristen Blair Thornton. Die BTO-Songs mit ihrer stets wiederkehrenden Thematik «Rock-Band auf Achse» machten das Quartett zur Tanz-Band par excellence, denn: «Das Bemerkenswerteste an ihren Stücken ist der Sound, nicht der Sinn» (?Rolling Stone?). 1977 schied Randy Bachman zugunsten einer vorübergehenden Solo-Karriere aus, nachdem er seine BTO-Mitspieler zu Disco-Exkursionen à la Bee Gees verleitet hatte. «Randy spekulierte über die Zukunft des Rock'n'Roll und opferte unseren Hard Rock-Sound», klagte Bruder Robbie. Mit Turner, Thornton und Jim Clench (bg, voc) versuchte er BTO, wie die Band jetzt offiziell hieß, am Leben zu halten, was von ?Rolling Stone? aber nicht mehr goutiert wurde: «Die Jungs wissen einfach nicht, wann es Zeit ist, das Handtuch zu werfen.» 1984 wagten Randy Bachman, der inzwischen auch seine Band Ironhorse aufgelöst hatte, Robbie Bachman und Turner unter dem alten Namen noch einmal einen Neubeginn und spielten eine letzte, allerdings erfolglose LP ein. 1986 traten sie im Vorprogramm von Van Halen auf und waren in den neunziger Jahren, wenn auch ohne Turner, immer noch unterwegs.