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Band

Belle And Sebastian

Schottland gegr. 1996 Website
12 Alben · Ø meine Bewertung: 78 % gut
Biografie
Belle and Sebastian ist eine britische Indie-Pop-Band. Der Bandname bezieht sich auf das Kinderbuch Belle et Sébastien der französischen Autorin Cécile Aubry über den Jungen Sébastien und seinen Hund Belle. Das Buch wurde 1965 als französische Fernsehserie und 1981 als japanischer Anime verfilmt.

Bandgeschichte

Die Band wurde im Januar 1996 von Stuart Murdoch im Rahmen eines Sozialprogramms für Arbeitslose in Glasgow gegründet. Murdoch verfasste bereits zuvor einen großen Teil der Songs der ersten Veröffentlichungen Tigermilk (1996 in einer Miniauflage erschienen, 1999 neu aufgelegt), If You’re Feeling Sinister (1996) sowie der 1997 in kurzer Folge erschienen EPs. Die übrigen Mitglieder der Band schlossen sich Murdoch im Laufe der Jahre an. Belle and Sebastian galten zunächst als extrem medien- und pressescheu, Auftritte außerhalb Großbritanniens waren selten. Dennoch gewann die Band eine weltweite Fangemeinde. Nach ihrem Hit Legal Man, der im Jahr 2000 in die britischen Top 20 einstieg, beendete die Band mit einem Auftritt bei der Sendung Top of the Pops diese selbstgewählte Isolation, eine erste Welttournee folgte. 2003 überraschte die Band nach den Produktionen der Anfangsjahre mit dem opulent orchestrierten und von Trevor Horn produzierten Album Dear Catastrophe Waitress. Ein weiteres Album mit dem Titel The Life Pursuit folgte im Februar 2006. 2007 wurden ihre Songs Piazza, New York Catcher und Expectations für den Soundtrack des bei Kritikern gut angekommenen Films Juno verwendet. Der Soundtrack selbst war ebenfalls ein kommerzieller Erfolg.
Der Stil

Der Stil der Band wird vor allem im englischen Sprachraum abwechselnd als Twee-Pop[1], Baroque-Pop[2], Jangle-Pop, oder einfach Indie- bzw. Folk-Pop beschrieben. Charakteristisch für die Texte des Hauptsongwriters Stuart Murdoch sind kleine Geschichten, die Episoden aus dem Leben von Außenseitern im Teenager-Alter erzählen.[3] Frühere Aufnahmen (ca. 1996–2001) wurden größtenteils von der Band selber produziert und hatten häufig eher nüchterne Arrangements, die meist in Richtung Folk gingen.

Erst mit der Veröffentlichung des Albums Dear Catastrophe Waitress (2003) holte man sich mit Trevor Horn professionelle Hilfe ins Studio. Das Ergebnis war ein Sound, der deutlich polierter und poppiger war als der der Vorgängeralben. Dies war auch nicht verwunderlich, da Horn zuvor schon mit Bands wie Frankie Goes to Hollywood oder dem russischen Pop-Duo t.A.T.u. gearbeitet hatte. Die Band verfolgte diesen Weg aber konsequent weiter und veröffentlichte 2006 den Nachfolger The Life Pursuit, diesmal mit Tony Hoffer als Produzenten.

Einzelnachweise

↑ Belle and Sebastian bei Allmusic (englisch)
↑ Rezension zu Dear Catastrophe Waitress auf Pitchfork Media
↑ Beispielhaft sei der Text zu "Expectations" genannt; Lyrics siehe hier