Zurück
B
Band

Blues Pills

Schweden gegr. 2011 Website
2 Alben · Ø meine Bewertung: 71 % befriedigend
Biografie
Blues Pills ist eine schwedische Bluesrock-Band aus Örebro. Die Band steht bei Nuclear Blast unter Vertrag.

Geschichte[Bearbeiten]
Gründung und erste Veröffentlichungen (2011–2012)

Im Jahre 2011 spielten die aus Iowa stammenden Halbbrüder Zack Anderson (Bass) und Cory Berry (Schlagzeug) in der Band Radio Moscow und lernten in Kalifornien die schwedische Sängerin Elin Larsson kennen. In der Garage von Andersons Vater nahmen die drei Musiker zwei Lieder als Demo auf und veröffentlichten diese auf der Internetplattform YouTube. Die Musiker erhielten daraufhin von dem Plattenlabel Crusher Records ein Angebot, eine EP aufzunehmen. Außerdem wurde ihnen eine Tournee in Spanien angeboten.[1]

Bei einer Konzertreise in Frankreich lernten Anderson und Berry den erst 16-Jährigen Gitarristen Dorian Sorriaux kennen. Sorriaux wurde von den anderen Musikern nach Örebro eingeladen und komplettierte schließlich die Band. Der Bandname stammt vom gleichnamigen Musikblog, das sich mit Undergroundmusik der 1960er und 1970er Jahre beschäftigt.[2] Über das Plattenlabel Crusher Records wurden ein Jahr später die Debüt-EP Bliss und die 7″-Single Black Smoke veröffentlicht.

Devil Man und Live at Rockpalast (2013–2014)
Blues Pills spielten im Jahre 2013 zahlreiche Konzerte und traten unter anderem auf dem Desertfest und dem Roadburn-Festival auf. Ende Juli 2013 wurden Blues Pills vom deutschen Plattenlabel Nuclear Blast unter Vertrag genommen.[3] Die Musiker hatten sich ohne große Erwartungen mit einer schlichten E-Mail beim Label beworben und erhielten schließlich einen Vertrag.[2] Im Oktober des gleichen Jahres wurde mit Devil Man die zweite EP veröffentlicht. Die EP wurde von Don Alsterberg produziert und stieß auf positive Resonanz von Seiten der Fachpresse. Die deutschen Magazine Rock Hard und Metal Hammer kürten die EP jeweils zum Demo des Monats.[4]

Am 18. Oktober 2013 spielten Blues Pills im Rahmen des Crossroads-Festivals in Bonn. Der Auftritt wurde vom WDR für die Sendung Rockpalast aufgezeichnet.[5] Es folgte eine Europatournee im Vorprogramm von Orchid und Scorpion Child sowie eine Tour durch Australien mit der deutschen Band Kadavar.[6] Am 28. März 2014 veröffentlichte die Band die Live-EP Live at Rockpalast mit vier Titeln des Bonner Konzerts vom Oktober 2013.

Blues Pills (seit 2014)
Mit dem Produzenten Don Alsterberg nahm die Band ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf, dessen Veröffentlichung am 25. Juli 2014 erfolgte. Das Album enthält mit dem Lied Gypsy eine Coverversion eines Liedes von Chubby Checker. Darüber hinaus enthält das Album eine Bonus-DVD mit dem Auftritt der Band beim Hammer of Doom-Festival im Jahre 2013. Im Sommer 2014 werden Blues Pills auf Festivals wie dem Summer Breeze und dem Rock Hard Festival auftreten, ehe für den Herbst 2014 eine Europatournee mit The Vintage Caravan als Vorgruppe geplant ist.

Aus persönlichen Gründen nimmt Schlagzeuger Cory Berry nicht an den Sommerkonzerten teil und wird durch André Kwanström (ex-Truckfighters) ersetzt.[7] Am 7. Juni 2014 führten Blues Pills in Schwerin das Lied Devil Man im Rahmen des Boxkampfes zwischen Jürgen Brähmer und Roberto Bolonti auf.[8]

Stil[Bearbeiten]
Als Haupteinflüsse der Band nennt Sängerin Elin Larsson Bands wie Free, Fleetwood Mac oder Grand Funk Railroad. Sie beschreibt den Stil ihrer Band als harten Bluesrock mit souligem Gesang.[2] Larssons Stimme wird mit Janis Joplin oder Aretha Franklin verglichen.[9] Im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Genrebands, die mit einer Sängerin arbeiten, beschäftigen sich Blues Pills hinsichtlich der Texte nicht mit Okkultismus.[10] Vielmehr schlagen sich persönliche Gefühle und Erlebnisse in den Texten wieder.

Einzelnachweise[Bearbeiten]
Hochspringen ↑ Daniel Pavlica: Blues Pills interview. The Rocktologist, abgerufen am 26. März 2014 (englisch).
↑ Hochspringen nach: a b c Felix Patzig: Medizin für die Seele. Rock Hard, abgerufen am 25. März 2014.
Hochspringen ↑ BLUES PILLS Signs With NUCLEAR BLAST RECORDS. Blabbermouth.net, abgerufen am 25. März 2014 (englisch).
Hochspringen ↑ Detlef Dengler: Helden von Morgen: Blues Pills. In: Metal Hammer, August 2013
Hochspringen ↑ Crossroads 2013: Jonny Lang / Blues Pills. WDR, abgerufen am 25. März 2014.
Hochspringen ↑ Mark Diggins: BLUES PILLS TALK TO THE ROCKPIT. The Rock Pit, abgerufen am 25. März 2014 (englisch).
Hochspringen ↑ Laura Niebling: La Cucaracha. In: Rock Hard, Juni 2014, Seite 40
Hochspringen ↑ Blues Pills - Boxerhymne. Metalnews.de, abgerufen am 3. Juni 2014.
Hochspringen ↑ Andreas Schulz: Blues Pills: Devil Man (Review). Musikreviews.de, abgerufen am 25. März 2014.
Hochspringen ↑ Marlis Wimmerer: Hits in 60 Minuten. In: Blast!, Ausgabe 104, Seite 8