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Solo-Künstler

Eagle-Eye Cherry

Schweden seit 1970 Website
2 Alben
Biografie
Cherry, Eagle-Eye (voc, kb, perc), nach eigenen Angaben 1970 in Skane, Schweden geboren, verteidigte einen großen Namen. Der Sohn des Jazz-Innovators Don Cherry und Stiefbruder der Sängerin Neneh Cherry war auf dem besten Weg, die Rezeptur für den perfekten Pop-Song zu finden. Er verband eingängige Melodien mit hintergründigen Arrangements und versah seine Alben mit dramaturgischen Bögen, in denen sich alle Songs voneinander abhoben und doch als integrale Teile eines Ganzen zu erkennen waren. Seine Texte waren von tiefgründiger Leichtigkeit, kamen aber ohne jede Didaktik aus. Der stets nachdenklich dreinblickende Cherry bestach mit einer ausgewogenen Mischung aus flockigem Jazz-Flair, doppelbödigem Blues und domestiziertem Rock. Mehr als sein Fingerspitzengefühl für exakt ausbalancierte Songs war es jedoch seine sanfte, leicht nasale, verträumt schwebende Stimme, die sich auf Anhieb ins Trommelfell grub. Obwohl er die ersten Kindheitsjahre in Schweden verbrachte, lernte Eagle-Eye Cherry an der Seite seines Vaters, dem er wie aus dem Gesicht geschnitten war, schon früh das Leben im Tourbus kennen. Mit zwölf Jahren zog er nach New York, wo er die School of Performing Arts in Brooklyn besuchte. Nach einer Ausbildung auf Percussion und Keyboards stieg er in die Band Don Cherrys ein. Erst kurz vor dem Tod des Vaters 1995 entdeckte er die Musik Bob Dylans und Neil Youngs, begann Songs zu schreiben und stellte sich auf eigene künstlerische Füße. Sein Debütalbum Desireless (1998) spaltete die Öffentlichkeit. Ein Kritiker des ?Rolling Stone? wagte die Prophezeiung: «Fans des abenteuerlustigen Cherry-Clans werden enttäuscht sein von diesem lite-rockenden Debütalbum.» Auch Begriffe wie Cat Stevens-Ersatz oder Ben Harper-Rip-off machten die Runde. In Opposition dazu jubelte ?Uncut?: «Es gibt diese Talente, deren erstes Album so perfekt geformt ist, daß du vom ersten Ton an weißt, sie werden einst gewaltig sein.» Nach der Veröffentlichung der Platte gab Cherry innerhalb zweier Jahre insgesamt 300 Konzerte. Unter dem Eindruck einer Brasilien-Reise entstand sein zweites Album Living In The Present Future (2000). Obwohl das in weiten Teilen von dem Heavy Metal-Fachmann Rick Rubin produzierte Werk eine wesentlich größere rhythmische Vielfalt aufwies als sein Vorgänger, wirkte es doch in seiner Gesamtheit harmloser. Auf der Singleauskopplung Long Way Around gab Cherry sich ein Stelldichein mit Stiefschwester Neneh.