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Solo-Künstler
Garth Brooks
5 Alben
Diskografie
Alben
Biografie
Brooks, Garth (voc, g), am 7. Februar 1962 als Troyal Garth Brooks in Yukon, Oklahoma, geboren, war ein Star von Dimensionen, die einem Musiker nur in den USA möglich sind und selbst dort Aufsehen erregen. Brooks verkaufte von seinen Platten regelmäßig bereits in wenigen Wochen nach Erscheinen Millionenauflagen, sie brachten ihm beinahe sämtliche Auszeichnungen der amerikanischen Musikindustrie ein, Grammies und Preise des Branchenblattes ?Billboard?. Der als jüngstes von sechs Kindern geborene Sohn der in den fünfziger Jahren erfolgreichen Country-Sängerin Colleen Carroll war als Halbwüchsiger vor allem an Sport interessiert. Erst Anfang der achtziger Jahre wandte er sich verstärkt der Musik zu und versuchte 1985 in Nashville ohne Erfolg Fuß zu fassen. Dennoch blieb er, auch nach seiner Heirat mit Sandy Mahl, bei dem Entschluß, professionell als Musiker zu arbeiten. Sein Bruder übernahm das Management, seine Schwester Betsy Smittle spielt in seiner Band Stillwater Baß. Nach der üblichen Club-Ochsentour bot ihm 1988 Capitol nach einem Konzert im Bluebird Cafe in Nashville einen Vertrag. Im folgenden Jahr eroberte er mit der Single Much Too Young (To Feel This Damned Old) die Country-Charts. Seine bald darauf von Allen Reynolds produzierte Debüt-LP Garth Brooks stand Anfang 1990 auf dem ersten Platz der Country-Charts und auf dem 13. in den allgemeinen Pop-Charts, in denen sie bis 1993 vertreten blieb. Bis dahin hatte sich Brooks schon als Shooting Star der neuen Generation von Country-Sängern etabliert - trotz seines durchaus nicht unkonventionellen Country-Stils. No Fences (1990) war das in den Neunzigern meistverkaufte Country-Album, es wurde allein bis 1993 mehr als zehnmillionenmal über den Ladentisch gereicht. 1991 erhielt Brooks nicht weniger als sechs Auszeichnungen der Academy of Country Music, unter anderem als bester Sänger und als Entertainer of the Year - Brooks beherrschte die Dramaturgie und Dynamik von Rock-Konzerten. Der Erfolg in den Country-Charts zog nicht immer Erfolge in den Pop-Charts nach sich: Die Single The Thunder Rolls, Nummer eins in den Country-Charts, erreichte nicht einmal die Top 100 der Pop-Charts. Erst Ropin' The Wind (1991) sprach ein größeres Publikum an, stieg bis auf den ersten Platz der Pop-Charts und war schließlich für Gold und viermal Platin gleichzeitig gut. Brooks wurde für seine Platten mit dem Billboard Music Award in mehreren Kategorien geehrt. 1992 wurde ihm der Grammy für die beste Country Vocal Performance überreicht. Inzwischen hatte die Popularität des Country-Stars gigantische Dimensionen erreicht: Vor Konzerten des bekennenden Kiss-Fans brachen aufgrund der Kartenbestellungen regelmäßig die Telefonnetze zusammen. Millionenverkäufe seiner LPs waren die Regel: Nach einem Weihnachtsalbum 1991 kam 1992 The Chase auf den Markt und wurde innerhalb von acht Wochen fünfmillionenmal verkauft. Am Endes desselben Jahres unterschrieb Brooks einen 20-Jahres-Vertrag mit Liberty Records. Brooks verdankte seinen Erfolg nicht zuletzt der allmählichen Änderung seines Stils vom althergebrachten Country hin zu einem von Country-Elementen getragenen Soft Rock. Bedeutsamer noch dürfte sein, daß der charismatische Sänger als durch und durch ehrlicher Mensch galt, ohne Scheu, seine Gefühle zu vermarkten. Er besang aber auch heikle Themen wie Homosexualität (We Shall Be Free) und Gewalt in der Familie (The Thunder Rolls). Das für Brooks typische Pathos stand einem Erfolg in Europa im Wege, obgleich die ?Times? seinem Konzert im Mai 1997 im Croke Park in Dublin, Irland, zugestand, an der «perfekten Professionalität der Operation» gäbe es nichts zu meckern. In den USA dagegen wurde selbst die Garth Brooks Collection (1994), die ausschließlich über die McDonald's-Restaurantkette vertrieben wurde, mehr als viermillionenmal verkauft; der Erlös der Benefiz-Platte kam der Ronald McDonald Children Charities-Organisation zugute. Fresh Horses (1995) sollte keineswegs Neues von Brooks bedeuten: «Was ich mache, ist so, und die Welt weiß, daß ich mich nicht verändere», sang er in The Change. Das galt, mit kleinen Abstrichen etwa in dem Song Two Pina Coladas, auch für Sevens (1997). 1998 zog Brooks seine ersten sechs Alben vom Markt und veröffentlichte sie gebündelt in The Limited Series (1998). Der kommerzielle Erfolg des Projektes blieb allerdings weit hinter allen Erwartungen zurück. Vom Musikmarkt enttäuscht, versuchte sich Brooks als Baseball-Spieler bei den San Diego Padres, aber scheiterte kläglich. So versuchte er sich als Schauspieler in dem Film The Lamb in der Rolle des Rockstars Chris Gaines, identifizierte sich aber derart mit dem Part, dass er eine imagionäre Biografie erfand und eine Platte mit 13 Liedern unter dem Namen Chris Gaines aufnahm. The Life Of Chris Gaines (1999) stieg zwar rasch auf Platz 2 in die Charts, floppte aber auf lange Sicht. Als auch noch Brooks' Ehe zu platzen drohte, kündigte er seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit an.