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L
Band

La Roux

England gegr. 2009 Website
1 Album · Ø meine Bewertung: 74 % befriedigend
Biografie
La Roux (sprich Laruh) ist ein britisches Electropop-Projekt der Singer-Songwriterin Eleanor „Elly“ Jackson (* 8. März 1988),[2] Tochter der englischen Schauspielerin Trudie Goodwin.

Geschichte

Der mit Bands wie Faithless assoziierte Produzent Ben Langmaid gab der bei Erscheinen des Erfolgsalbums 2009 erst 21-Jährigen die nötigen Beziehungen und musikalisch erfahrenen Rückhalt. Doch schrieb sie von Beginn an nahezu alle Kompositionen und Songtexte selbst.[3] Als Duo wurden sie Grammy-Preisträger. Mit der Single In for the Kill erreichten sie erste Erfolge, mit Bulletproof gelang der internationale Durchbruch. Die Single erreichte in Großbritannien sogar Platz 1.

Der Bandname, welcher der französischen Grammatik widerspricht („die Rothaarige“ hieße auf Französisch eigentlich la rousse), resultierte daraus, dass La Roux ursprünglich aus zwei Personen (Jackson & Langmaid) bestand. Die Bezeichnung bezieht sich, wie Jackson erklärte, auf ihre roten Haare und ihr eher androgynes, jungenhaftes Äußeres. In der franko-kanadischen TV Show „Tout le monde en parle“[4] erklärt Elly, dass sie La Roux in einem Buch für Babynamen gefunden habe. Den Grammatikfehler erklärte sie nonchalant mit: „It was an English book!“

Den großen kommerziellen Erfolg verkraftete Elly Jackson psychisch schlecht, sie litt zeitweise unter Stimmverlust und Panikattacken.[5] Langmaid, der schon im folkigen Vorgängerprojekt Automan ihr Duo-Partner gewesen war, wollte nicht länger ihr Wegbegleiter bleiben. Die Plattenfirma wollte weiter am Erfolgsprojekt La Roux verdienen und überbrückte die Durststrecke mit zweitrangigem Material für Sidetracked und einer Neuausgabe als La Roux (Gold Edition).

Das Album Trouble in Paradise (2014) ist so eigentlich erst das zweite von La Roux, volle fünf Jahre nach dem zwei Millionen Mal verkauften Erstling. Die neun Songs wecken laut Rolling Stone erneut Erinnerungen an The Human League und Yazoo, an Tom Tom Club und Tears for Fears. Die 1980er-Retromanie sei diesmal aber lockerer und zudem angereichert "um einige funkige Elemente".[5] Jackson ist es mit ihrem Co-Produzenten Ian Sherwin gelungen, ein "neoromantisches" Album zu schaffen, in dem sich alles um Sex und Liebe dreht.[3]
Musikalischer Stil

Der Sound von La Roux ist in erster Linie geprägt von den britischen Synth-Pop-Bands der frühen bis mittleren 1980er Jahre wie Depeche Mode, Erasure, The Human League, Yazoo und den Eurythmics.[6] Mit letzteren lässt sich auch das androgyne Erscheinungsbild Jacksons in Verbindung bringen. Allerdings steht das Album La Roux auch aktueller elektronischer Musik wie der von Zoot Woman und Robyn musikalisch nahe.

Quellen

Chartquellen: DE AT CH UK US
http://www.stars-celebrites.com/LA-ROUX/printable-la-roux.htm
Oh, wie schön waren die Achtzigerjahre!, Rezension von Michael Pilz in Die Welt vom 4. Juli 2014, abgerufen 11 .Juli 2014
„Tout le monde en parle“
Trouble In Paradise Elly Jackson macht auch allein verführerischen Dance-Pop, Rezension von Alexander Müller im Rolling Stone Deutschland vom 03. Juli 2014, abgerufen 11. Juli 2014
http://www.musikexpress.de/La_Roux.html