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Foto: Laura Veirs
Solo-Künstler

Laura Veirs

USA seit 1973 Website
1 Album · Ø meine Bewertung: 70 % befriedigend
Diskografie

Alben

Biografie
Zu Schulzeiten ist Laura Veirs ein ganz normales Mädchen aus Colorado Springs, das sich nicht besonders für Musik oder das Musikmachen interessiert. Lieber beschäftigt sie sich als Leiterin des High School Schwimm-Teams. Bis das Studium der Geologie sie ans Carleton College in Minnesota zieht, spielt Musik praktisch keine Rolle in ihrem Leben.
An der Uni aber lernt sie mit neunzehn Jahren das Gitarre zu spielen, erste Kontakt mit der Musik von Bands wie Bikini Kill oder Sonic Youth entstehen. Das Indie-Tum begeistert sie und folglich gründet sie mit ein paar Freundinnen ihre erste Punk-Band. Das Bandgefüge hält allerdings nicht lange und Laura ist von nun an komplett auf sich gestellt.

Mit ihrem Abschluss in der Tasche zieht sie zu ihrem Bruder nach Seattle. Doch dort hält sie es nicht lange aus, zieht auf die nördlich von Seattle gelegenen San Juan Inseln. Die Inselgruppe ist zwar außer einem konstanten Touristenstrom (die San Juan Inseln gelten als einer der besten Orte in den USA, um die vorbeiziehenden Wale zu beobachten) von der Außenwelt recht abgeschlossen, nichtsdestotrotz floriert in dieser Gegend eine kleine aber feine Musiker-Szene um das Örtchen Anacortes.

Bret Lunsford, der Ex-Gitarrist von Beat Happening, betreibt dort einen Plattenladens und macht Laura mit ihrem späteren Gitarristen Karl Blau bekannt. Durch dessen weitläufige Verbindungen zu Musikern aus der Underground-Indie/Folk-Szene Amerikas öffnet sich für Laura schnell eine komplett neue Welt der Indie-Nerds in der Touristen-Einöde.

1999 nimmt die Damen mit der Brille in einer dreistündigen Live-Session ihr erstes, selbstbetiteltes Album auf. Es erscheint - wie auch ihre zweite Platte "The Triumphs And Travials Of Orphan Mae" - im Eigenvertrieb und verkauft sich hauptsächlich auf Konzerten. Mit ihren ursprünglichen Noise-Einflüßen hat Lauras Musik nur noch wenig zu tun ? ihr zerbrechlicher Songwriter-Space-Pop ist gekommen, um die Herzen dieser Welt zu brechen und um die Gebrochenen wieder aufzuheben.

Karl Blau verschafft ihr Kontakt zu Tucker Martine, dem Produzent ihres zweiten Albums. Martine ist kein unbekannter in der US-Indieszene: Als umtriebiger Produzent und Musiker produzierte u.a. Modest Mouse. Auf der amerikanischen Musikmesse South By Southwest steckt er dem Chef des Londoner Bella Union Labels ein paar Aufnahmen von Laura Veirs in die Tasche. Begeistert von ihrer festen aber doch immer weichen Stimme und ihren ausgefeilten Arrangements nimmt er sie sofort unter Vertrag. Mit "Troubled By The Fire" erscheint im Frühjahr 2002 zum ersten Mal eine von Lauras Platten auf einem Label ? und das gleich weltweit.

Und die Welt kann sich mit Lauras Songwriter-Kunst durchaus anfreunden. Die Kritiken geraten überwiegend positiv und der Name Laura Veirs wächst langsam aber sicher aus dem Underground heraus. Zu ihrem vierten Album "Carbon Glacier" wechselt die Dame mit der Nickelbrille zu Nonesuch Records und versucht es zum ersten Mal mit einer richtigen Background-Band: Die Tortured Souls bestehen aus den alten Bekannten Karl Blau (Bass) und Tucker Martine (Drums), sowie Bill Frisells (Gitarre), Eyvind Kang (Bratsche), Steve Moore (Keyboards) und Lori Goldston (Cello). Entsprechend der Mitglieder-Anzahl zeichnet sich "Carbon Glacier" als ein experimentierfreudiges Songwriter-Album aus und übertrifft alle Erwartungen. Die Presse steht Kopf, es hagelt herausragende Reviews und Laura avanciert vor allem in Europa zum kleinen Star.

Mit Album Nummer Fünf "Year Of Meteors" setzt Laura Veirs diesen Siegeszug ihres entspannten und ausgeglichenen Songwriting im Jahr 2005 fort.