Solo-Künstler
Sonny Landreth
3 Alben
·
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72 %
befriedigend
Biografie
Clyde Vernon Sonny Landreth III (* 1. Februar 1951 in Canton, Mississippi) ist ein US-amerikanischer Bluesmusiker, Gitarrist und Singer-Songwriter. Er gilt als einer der herausragenden Protagonisten der Slide-Gitarre, wobei er mit den Jahren eine sehr eigenwillige Technik entwickelt hat und sein Stil unter anderem deutlich von Zydeco und Cajun-Musik beeinflusst ist.[1] Neben der Arbeit an seinen bislang elf Solo-Alben hat Landreth an zahlreichen Aufnahmen anderer Musiker aus den Vereinigten Staaten und Europa mitgewirkt und gilt allgemein als Musician's Musician, also als Musiker, der von Kollegen gerne für ihre eigenen Produktionen engagiert wird.[2] So spielte Landreth unter anderem mit John Hiatt, Tanita Tikaram, Stephan Eicher, Bonnie Raitt, Allen Toussaint, Mark Knopfler, Peter Maffay, Buddy Guy, Jimmy Buffett, Dolly Parton, John Mayall oder Kenny Loggins.[3] In Europa wurde er vor allem durch seine Arbeit mit John Hiatt bekannt. Zudem wurden eine Reihe seiner Songs von Kollegen wie Zachary Richard, John Mayall, Tom Principato, The Neville Brothers, Grace Darling oder The Flying Burrito Brothers gecovert.[4] Eric Clapton bezeichnete ihn als "den vermutlich meist unterschätzten Musiker auf dem Planeten - und wahrscheinlich einen der fortgeschrittensten."[5].
Landreth lebt mit seiner Familie in Breaux Bridge, Louisiana.
Musikalische Entwicklung und Laufbahn
Landreth musikalische Wurzeln liegen im Jazz und Rhythm and Blues des Mississippi Delta, wo er als Sohn eines Versicherungsvertreters und einer Hausfrau geboren wurde, sowie des Zydeco und der Cajun-Music von Southern Louisianna, wo er ab seinem 7. Lebensjahr in Lafayette aufwuchs.[6] Hinzu kamen der Rock and Roll der späten 1950er Jahre, der in vielen Radiostationen gespielt wurde und der früh Landreth Interesse weckte. Bereits mit zehn Jahren begann er Trompete zu spielen und verschaffte sich auf diese Weise ein weiteres klassisches Fundament. Alles das wirkte mehr oder weniger zur gleichen Zeit auf ihn ein und beeinflusste seine musikalische Entwicklung nachhaltig. Mit 14 bekam er dann seine erste eigene Gitarre.[6] Nach eigener Aussage spielen die Phrasierungstechniken des Trompetenspiels nach wie vor eine Rolle bei der Art und Weise, wie er Gitarre spielt und seine Soli arrangiert. Eine ähnliche Herangehensweise fand er bspw. bei Kollegen Robben Ford, der seine musikalische Laufbahn mit dem Saxophon begann, bevor er Gitarre spielen lernte.[7]
Mit einer Lap-Steel-Gitarre unternahm Landreth erste Versuche, bevor er das Slide-Gitarrenspiel auf einer "normalen" Gitarre für sich entdeckte. Er versuchte den Ring- und Mittelfinger für den Bottleneck zu nutzen, stellte jedoch schnell fest, daß sein kleiner Finger dafür am geeignetsten war. Gleichzeitig griff er mit den anderen Fingern Akkorde und einzelne Töne hinter dem Bottleneck und entwickelte so eine bis dahin ungewöhnliche Kombination aus Slide- und Grifftechnik. Dabei spielte es auch eine Rolle, daß hierdurch bei offenen Dur-Stimmungen Moll-Akkorde leichter gespielt werden konnten. Als seine wesentlichen Einflüsse nannte Landreth die Gitarristen Chet Atkins und Robert Johnson.[8]
Er entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem gefragten Sideman und war der erste weiße Musiker in Clifton Chenier’s Red Hot Louisiana Band im Jahr 1979. Er spielte mit vielen Größen der Szene und erhielt durch sie Rückhalt für sein weiteres Fortkommen. Eric Clapton, Robben Ford, Mark Knopfler oder Vince Gill stehen beispielhaft für Kollegen, die ihm mit Rat und Tat zur Seite standen, und die alle mehr oder weniger den gleichen musikalischen Background aufwiesen, was die Zusammenarbeit und Produktivität entsprechend förderte.[7] Mit dem Erscheinen seines dritten Albums Outward Bound stellte sich auch der eigene Erfolg ein und Landreth erarbeitete sich mit seinen außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten eine breite Zuhörerschaft und Fangemeinde. Auch seine Entwicklung als Songwriter und Sänger spielten hierbei eine Rolle.
Bislang hat Landreth elf Alben veröffentlicht, die letzten beiden und ein Re-Release auf seinem eigenen Plattenlabel Landfall Records.[9] Er ist regelmäßig auf Tournee und hat 2004, 2007, 2010, und 2013 bei Eric Clapton's Crossroads Guitar Festival teilgenommen. Die Veröffentlichung eines 12. Albums ist für den März 2015 angekündigt.[10]
The Goners
Seit dem Album Outward Bound spielte Landreth alle Aufnahmen mit seiner Band The Goners, die zuvor Bayou Rhythm Band hieß, ein, zu denen der Bassist David Ranson, ein Jugendfreund von Landreth, und der Schlagzeuger Kenneth Blevins gehören. Ihr Renommee erwarb sich die Band erstmals durch eine Tour mit John Hiatt 1988. Seither hat John Hiatt drei Alben mit dem Trio um Sonny Landreth eingespielt: Slow Turning (1989), The Tiki Bar is open (2001) und Beneath this gruff exterior (2003).[11] Im Gegenzug revangierte sich John Hiatt mit Gastauftritten auf den Landreth-Alben Outward Bound und Levee Town.
Trivia
In Anlehnung an seine Spieltechnik der "Slide-Gitarre", sowie seinen musikalischen Schwerpunkt, den "Zydeco", erhielt Landreth den Beinamen "The King of Slydeco".
Auszeichnungen
Americana Music Association - Instrumentalist of the Year 2005[12]
offBeat magazine's Best of the Beat award - Best Guitar Player 2008[13]
Guitarplayer Magazine - Readers' Choice Awards: Best Slide Guitarist 2008[14]
The Blues Foundation - Blues Music Award - Instrumentalist Guitar of the year, 2009[15]
Gastauftritte
Auszug von Gast-Engagements als Sideman/Session-Musiker[16]
1975 Lost Generation [Japan Bonus Track] - Elliott Murphy
1975 Lost Generation - Elliott Murphy
1977 If You Don't Love Me - Freddy Fender
1985 Looking Back - Zachary Richard
1985 Zydecajun - Wayne Toups
1986 Christmas Bayou - Michael Doucet w/ Beausoleil
1987 Bayou Boogie - Beausoleil
1987 Louisiana Scrapbook - Various Artists
1988 Allons a Lafayette - Beausoleil
1988 Michael Doucet & Cajun Brew - Michael Doucet & Cajun Brew
1988 Slow Turning - John Hiatt
1988 Used's - Marti Jones
1989 Cajun Spice - Various Artists
1989 EEE - Don Dixon
1989 Evidence - Boo Hewerdine
1989 Good Evening - Marshall Crenshaw
1990 Any Kind of Lie - Marti Jones
1990 Best of La Louisianne Records - Various Artists
1990 Sense of Place - John Mayall
1990 Sweet Keeper - Tanita Tikaram
1990 Women in the Room - Zachary Richard
1991 Doo Dad - Webb Wilder
1991 DéjÁ Vu - Beausoleil
1991 Mardi Gras Party [Rounder] - Various Artists
1991 Osez Joséphine - Alain Bashung
1991 Sue Medley - Sue Medley
1992 Cajun Dance Hall Special - Various Artists
1992 Diamonds by the Yard - Elliott Murphy
1992 Is Anybody There - John Hiatt
1992 Louisiana Hot Sauce Creole Style - Canray Fontetot
1992 Outward Bound - Sonny Landreth
1992 Bayou Deluxe - Michael Doucet w/ Beausoleil
1993 Carcassonne - Stephan Eicher
1993 Down In Louisiana - Sonny Landreth
1993 Is My Love Enough? - Chris Daniels and the Kings
1993 Outside: From the Redwoods - Kenny Loggins
1993 Slidin'...Some - Various Artists
1993 Trace of Time - Steve Riley & the Mamou Playboys
1994 Chatterton - Alain Bashung
1994 Long Way Home - Dama & D'Gary
1995 Bloom - Billy Pilgrim
1995 Cities' Sampler Vo. 7: Essentials - Various Artists
1995 Everybody's Gettin' Some - Junior Wells
1998 Begegnungen - Peter Maffay
Einzelnachweise
Interview mit Sonny Landreth im Herold Tribune
Sonny Landreth Biografie auf itunes.com
All about Jazz - Sonny Landreth Musician Profile
Sonny Landreth Website - Music
guitarplayer.com - Truefire Presents Sonny Landreth's Slide Supernatural
Kevin O' Horan: On a musical journey, Sonny Landreth's still taking chances
Interview mit Matt Warnock auf guitar international
encyclopedia.com
Landfall Records auf discogs.com
Sonny Landreth Website - News
John Hiatt & the Goners auf puremusic.com
Americana Music Association
offbeat.com
Guitarplayer.com - The 2008 GP Readers’ Choice Awards
The Blues Foundation
Landreth lebt mit seiner Familie in Breaux Bridge, Louisiana.
Musikalische Entwicklung und Laufbahn
Landreth musikalische Wurzeln liegen im Jazz und Rhythm and Blues des Mississippi Delta, wo er als Sohn eines Versicherungsvertreters und einer Hausfrau geboren wurde, sowie des Zydeco und der Cajun-Music von Southern Louisianna, wo er ab seinem 7. Lebensjahr in Lafayette aufwuchs.[6] Hinzu kamen der Rock and Roll der späten 1950er Jahre, der in vielen Radiostationen gespielt wurde und der früh Landreth Interesse weckte. Bereits mit zehn Jahren begann er Trompete zu spielen und verschaffte sich auf diese Weise ein weiteres klassisches Fundament. Alles das wirkte mehr oder weniger zur gleichen Zeit auf ihn ein und beeinflusste seine musikalische Entwicklung nachhaltig. Mit 14 bekam er dann seine erste eigene Gitarre.[6] Nach eigener Aussage spielen die Phrasierungstechniken des Trompetenspiels nach wie vor eine Rolle bei der Art und Weise, wie er Gitarre spielt und seine Soli arrangiert. Eine ähnliche Herangehensweise fand er bspw. bei Kollegen Robben Ford, der seine musikalische Laufbahn mit dem Saxophon begann, bevor er Gitarre spielen lernte.[7]
Mit einer Lap-Steel-Gitarre unternahm Landreth erste Versuche, bevor er das Slide-Gitarrenspiel auf einer "normalen" Gitarre für sich entdeckte. Er versuchte den Ring- und Mittelfinger für den Bottleneck zu nutzen, stellte jedoch schnell fest, daß sein kleiner Finger dafür am geeignetsten war. Gleichzeitig griff er mit den anderen Fingern Akkorde und einzelne Töne hinter dem Bottleneck und entwickelte so eine bis dahin ungewöhnliche Kombination aus Slide- und Grifftechnik. Dabei spielte es auch eine Rolle, daß hierdurch bei offenen Dur-Stimmungen Moll-Akkorde leichter gespielt werden konnten. Als seine wesentlichen Einflüsse nannte Landreth die Gitarristen Chet Atkins und Robert Johnson.[8]
Er entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem gefragten Sideman und war der erste weiße Musiker in Clifton Chenier’s Red Hot Louisiana Band im Jahr 1979. Er spielte mit vielen Größen der Szene und erhielt durch sie Rückhalt für sein weiteres Fortkommen. Eric Clapton, Robben Ford, Mark Knopfler oder Vince Gill stehen beispielhaft für Kollegen, die ihm mit Rat und Tat zur Seite standen, und die alle mehr oder weniger den gleichen musikalischen Background aufwiesen, was die Zusammenarbeit und Produktivität entsprechend förderte.[7] Mit dem Erscheinen seines dritten Albums Outward Bound stellte sich auch der eigene Erfolg ein und Landreth erarbeitete sich mit seinen außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten eine breite Zuhörerschaft und Fangemeinde. Auch seine Entwicklung als Songwriter und Sänger spielten hierbei eine Rolle.
Bislang hat Landreth elf Alben veröffentlicht, die letzten beiden und ein Re-Release auf seinem eigenen Plattenlabel Landfall Records.[9] Er ist regelmäßig auf Tournee und hat 2004, 2007, 2010, und 2013 bei Eric Clapton's Crossroads Guitar Festival teilgenommen. Die Veröffentlichung eines 12. Albums ist für den März 2015 angekündigt.[10]
The Goners
Seit dem Album Outward Bound spielte Landreth alle Aufnahmen mit seiner Band The Goners, die zuvor Bayou Rhythm Band hieß, ein, zu denen der Bassist David Ranson, ein Jugendfreund von Landreth, und der Schlagzeuger Kenneth Blevins gehören. Ihr Renommee erwarb sich die Band erstmals durch eine Tour mit John Hiatt 1988. Seither hat John Hiatt drei Alben mit dem Trio um Sonny Landreth eingespielt: Slow Turning (1989), The Tiki Bar is open (2001) und Beneath this gruff exterior (2003).[11] Im Gegenzug revangierte sich John Hiatt mit Gastauftritten auf den Landreth-Alben Outward Bound und Levee Town.
Trivia
In Anlehnung an seine Spieltechnik der "Slide-Gitarre", sowie seinen musikalischen Schwerpunkt, den "Zydeco", erhielt Landreth den Beinamen "The King of Slydeco".
Auszeichnungen
Americana Music Association - Instrumentalist of the Year 2005[12]
offBeat magazine's Best of the Beat award - Best Guitar Player 2008[13]
Guitarplayer Magazine - Readers' Choice Awards: Best Slide Guitarist 2008[14]
The Blues Foundation - Blues Music Award - Instrumentalist Guitar of the year, 2009[15]
Gastauftritte
Auszug von Gast-Engagements als Sideman/Session-Musiker[16]
1975 Lost Generation [Japan Bonus Track] - Elliott Murphy
1975 Lost Generation - Elliott Murphy
1977 If You Don't Love Me - Freddy Fender
1985 Looking Back - Zachary Richard
1985 Zydecajun - Wayne Toups
1986 Christmas Bayou - Michael Doucet w/ Beausoleil
1987 Bayou Boogie - Beausoleil
1987 Louisiana Scrapbook - Various Artists
1988 Allons a Lafayette - Beausoleil
1988 Michael Doucet & Cajun Brew - Michael Doucet & Cajun Brew
1988 Slow Turning - John Hiatt
1988 Used's - Marti Jones
1989 Cajun Spice - Various Artists
1989 EEE - Don Dixon
1989 Evidence - Boo Hewerdine
1989 Good Evening - Marshall Crenshaw
1990 Any Kind of Lie - Marti Jones
1990 Best of La Louisianne Records - Various Artists
1990 Sense of Place - John Mayall
1990 Sweet Keeper - Tanita Tikaram
1990 Women in the Room - Zachary Richard
1991 Doo Dad - Webb Wilder
1991 DéjÁ Vu - Beausoleil
1991 Mardi Gras Party [Rounder] - Various Artists
1991 Osez Joséphine - Alain Bashung
1991 Sue Medley - Sue Medley
1992 Cajun Dance Hall Special - Various Artists
1992 Diamonds by the Yard - Elliott Murphy
1992 Is Anybody There - John Hiatt
1992 Louisiana Hot Sauce Creole Style - Canray Fontetot
1992 Outward Bound - Sonny Landreth
1992 Bayou Deluxe - Michael Doucet w/ Beausoleil
1993 Carcassonne - Stephan Eicher
1993 Down In Louisiana - Sonny Landreth
1993 Is My Love Enough? - Chris Daniels and the Kings
1993 Outside: From the Redwoods - Kenny Loggins
1993 Slidin'...Some - Various Artists
1993 Trace of Time - Steve Riley & the Mamou Playboys
1994 Chatterton - Alain Bashung
1994 Long Way Home - Dama & D'Gary
1995 Bloom - Billy Pilgrim
1995 Cities' Sampler Vo. 7: Essentials - Various Artists
1995 Everybody's Gettin' Some - Junior Wells
1998 Begegnungen - Peter Maffay
Einzelnachweise
Interview mit Sonny Landreth im Herold Tribune
Sonny Landreth Biografie auf itunes.com
All about Jazz - Sonny Landreth Musician Profile
Sonny Landreth Website - Music
guitarplayer.com - Truefire Presents Sonny Landreth's Slide Supernatural
Kevin O' Horan: On a musical journey, Sonny Landreth's still taking chances
Interview mit Matt Warnock auf guitar international
encyclopedia.com
Landfall Records auf discogs.com
Sonny Landreth Website - News
John Hiatt & the Goners auf puremusic.com
Americana Music Association
offbeat.com
Guitarplayer.com - The 2008 GP Readers’ Choice Awards
The Blues Foundation