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Band

The White Birch

Norwegen gegr. 1997–2005 Website
1 Album
Diskografie

Alben

Biografie
Diamonds are forever
"TWB believes in music that is made like diamonds ? putting time and endurance into the pressing of
mountains of coal into intensely focused drops of honest nature, and then polishing it with handicraft
and love into a human expression of beauty ? to produce something that will last." (The White Birch)
Pereat Pop! Viva Pop!
The White Birchs letztes Opus "Star is just a Sun" war kaum mit dem bekannten Pop-Kanon zu
beschreiben, weshalb üblicher- und wohl auch treffenderweise die Natur ihres Heimatlands, die
überwältigende Weite und atemraubende Schönheit Norwegens als Assoziationen herangezogen
wurde. Musiker aus einem ähnlichen Umfeld, von den Kings of Convenience über Röyksopp bis zu
Jan Garbarek, mussten als Bezugspunkte herhalten. Vielleicht fungiert hier die Direktheit, mit der sie
alle Schönheit und Gefühle vermitteln als gemeinsamer Nenner? Wie auch immer: The White Birch
klingen originär anders und zeigen sich auch weiterhin völlig unbeeindruckt und unberührt vom
Rummel um Retro-Rock, Neo New Wave und Klingeltoncharts. Stattdessen zimmerten oder vielmehr
flochten sie jetzt mit "Come up for Air" ein weiteres Meisterwerk. Ätherischer, melancholischer
Dream-Pop, der bei Talk Talks Spätwerk ansetzt, Codeine kennt und sich in einem
Paralleluniversums des heutigen Pops eine eigene Nische zwischen Savoy Grand und Sigur Rós
geschaffen hat.
Eso? Eno.
Ola Fløttum, Hans-Christian Almendingen und Ulf Rogde haben zehn Jahre gefeilt, um den richtigen
Ausdruck für The White Birch zuwege zu bringen: von wütendem, an frühe Sonic Youth erinnerndem
Lo-Fi Riffing über Industrial Prog und charmanten Singer/Songwriter-Pop hin zu dem Sound, der
auch schon ihren 2002er Glitterhouse-Einstand auszeichnete. Brauchten sie für dieses Meisterwerk
noch ganze vier Jahre, musste ihre stetig wachsende Fanschar sich dieses Mal lediglich drei Lenze
gedulden. Und es scheint, als wären die Norweger damals mit "Star is just a Sun" nach einer langen
Reise zu Hause angekommen. "Come up For Air" besticht durch ähnliche Qualitäten: flächige
Strukturen, die häufig den Song tragen, Klaviertupfer als Grundgerüst für den Song, über dem Ola
Fløttums erhaben gelassene Stimme häufig alleine, manchmal im Duett schwebt. Entschleunigte
Traumbilder, perfektioniert durch den Einsatz der verschiedensten Instrumente, denen Raum
gelassen wird, zu klingen und betören. Der Zeitlupen-Pop erlaubt es dem Hörer, all diese kleinen
Besonderheiten zu erspähen, was ?Come up for Air? unglaublich abwechslungsreich und langlebig
macht. Dazu luftig-spannende Arrangements mit mächtig viel Hall und einer irgendwie jenseitigen
Grundstimmung. Famos.
Mehr Licht!
Melodie und Melancholie bleiben Fixpunkte des Trios, die eigentlich simplen, dabei unwiderstehlich
großartigen Tonfolgen stehen den Meisterwerken auf "Star is just a Sun" in punkto Tiefgang in nichts
nach. Doch diesmal sind The White Birch aufgetaucht, um Luft zu schnappen, haben ihre traurig-wunderschönen
Weisen ein wenig heller, freundlicher eingerichtet. Die Fenster wurden geöffnet und
ein wenig Licht in ihre Songs gelassen. Gekleidet in teils stoische, teils in ihrem Rahmen schon fast
jauchzende Songs schimmert es hinter dem schweren burgundernen Vorhang, dort wo sich die
Staubpartikel im Licht wiegen. Ein Lied von schwerelosem Leid: "eine Königin schreitet so leicht
einher, selbst wenn sie eine Laus zerdrückt." - Henry Miller
Body-Stop
Eine Platte zum Verweilen, zum Reinlegen, Schwelgen und Versinken. Besser als jeder Badezusatz.