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Cover: Ten
Pop/Rock

Ten

Pearl Jam

1991 Epc (Sony BMG) 14 Titel
In meiner Sammlung CD
Presse
90%
sehr gut Schnitt · 2 Kritiken
Meine Bewertung
100%
Musikmythos
Kommentar
Als Teil des Triumvirats des Seattle Grunge der Neunzigerjahre, zu dem noch Nirvana und Soundgarden gehörten, debütierte Pearl Jam mit Ten, ihr zugänglichstes und am wenigsten tiefsinniges Album. Im Laufe der Zeit hat der Ruf von PJ als eine politisch korrekte Band, die zu sehr über den Dingen steht, um ihre Musik auf MTV zu prostituieren, fast die Musik überlagert. Aber vorher waren sie eine einfache hau-drauf, hau-rein, laute, melodische Rock Band. Und Lead-Sänger Eddie Vedder war berühmt für seine ungestüme Bühnenpräsenz und für eine urwüchsige Stimme, die sich anhörte, als hätte sie drei Stimmbänder. Die persönlichen, erzählenden Singles "Alive", "Jeremy" und "Even Flow" katapultierten die widerspenstige Band in die Liga der über 10 Millionen Verkaufszahlen. Nachfolgende Alben waren viel komplizierter, subtiler, thematisch vielschichtiger und in so mancher Hinsicht besser als Ten. Aber die Band wird nie mehr den Aufruhr wiederholen können, den dieses Album verursachte. --Beth Bessmer

Sie begehen nicht den Fehler ihrer Seattle-Kollegen Nirvana, den Nachfolger für das Erfolgsdebüt "Ten" noch kompromißloser zu gestalten: Das zweite Album von Pearl Jam mischt wieder geschickt Rock-Elemente der Vergangenheit mit der Spontaneität der jungen amerikanischen Gitarrenrock- Szene. Vielschichtig im Sound, knackig und hart, aber durchaus melodisch, findet sich oft ein Bezug zwischen Text und Instrumentierung. In "Blood", einem Song über Drogen, dominieren psychedelisch versponnene Gitarren- Riffs. Bei "W.M.A.", einer in Musik gekleideten Anklage gegen einen weißen Polizisten, der einen Schwarzen mit 14 Kopfschüssen tötete, ertönen ungewohnte afrikanische Perkussions-Rhythmen. Melodische Glanzlichter setzt die Band mit "Daughter", einem Song über eine gestörte Mutter- Tochter-Beziehung, und mit der abschließenden Ballade "Indifference", sparsam arrangiert und von Eddie Veder packend gesungen. Auch zum harten Crossover-Lager gehört der Guns n'Roses-Bassist Duff McKagan. Er nutzte seine Freizeit auf der langen Welttournee der Roses fürs Komponieren und Aufnehmen seiner ersten Solo-Scheibe. "Believe In Me" (Geffen GED 24605/BMG Ariola, AAD, 44:44, I:06-07, K:06-07, R:06) lebt von der unglaublichen Direktheit und dem punkigen Gesang des Gunner-Baßmanns. Mit der Unterstützung von Band-Kollegen wie Slash oder Matt Sorum sowie Gaststars wie Jeff Beck und Lenny Kravitz setzt McKagan seine Ideen um. "F..ck You" gestaltet er als Rap'n'Rock, und in der Uptempo-Nummer "Punk Rock Song" erinnert er an eine wohlbekannte Stilrichtung. Im Balladesken "Could It Be Your" und der bluesigen Schlußnummer "Lonely Tonite" kommt die sanftere Seite des Rock'n'Roll-Derwischs zum Vorschein.
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Titelliste

Tracks

  1. 1 Once
  2. 2 Even Flow
  3. 3 Alive
  4. 4 Why Go
  5. 5 Black
  6. 6 Jeremy
  7. 7 Oceans
  8. 8 Porch
  9. 9 Garden
  10. 10 Deep
  11. 11 Release
  12. 12 Alive (Live)
  13. 13 Wash
  14. 14 Dirty Frank